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Fleisch um jeden Preis

20.1.25

Leistbares essen soll überwiegend vom heimischen Bauern kommen, Transportgebühren und Steuern müssen Schnitzellieferungen aus Argentinien unrentabel machen. Außerdem ist es auch gesünder, seltener aber dafür qualitativ hochwertigeres Fleisch zu essen.


Discounter Angebote (Billigfleisch) sind abzulehnen! jeder weiß, dass diese Tiere nicht artgerecht gehalten werden und jeder weiß, dass diese Tiere speziell gefüttert (gemästet) wurden um den Ertrag aus ihnen zu optimieren - etwas Mäßigung im Fressverhalten täte vielen Verbrauchern gut. Das selbe gilt auch für die Lockangebote der Möbelhäuser (90% der Besucher findet man im Restaurant beim all-you-can-eat-Buffet um €8,90-) und allen anderen Dumping-Anbietern, wo man davon ausgehen kann, dass nur das Ziel der eigenen Gewinnmaximierung berücksichtigt wird.

Verbrauchern stünde es gut, ihren Konsumwahn zu hinterfragen. Wer 10 paar Schuhe für einen Saison als notwendig erachtet, wer 5-6 mal in der Woche Fleisch konsumieren muss oder wer mehr Müll als notwendig produziert (geistig und materiell), der schenkt auch seinen Kindern das 20zigste Spielzeug aus China, ob chemisch verseucht oder nicht, Hauptsache es ist billig.

Der Wert eines Essens sollte an den Genuss beim Verzehr gekoppelt sein. Das Gefühl, sich selbst und seiner Umwelt dabei auch etwas Gutes zu tun, steigert diesen Genuss und es liegt eigentlich nur an der persönlichen Priorisierung, wofür man sein Geld ausgibt.

Handelsdeals mit Südamerika oder Indien sind ohne Alternative, wenn sich Europa als wirtschaftliche Macht etablieren möchte (und muss). Nachdem sich die aktuellen Supermächte zur Zeit eher nicht anbieten bzw. sich als wenig nachhaltig und vertrauenswürdig zeigen, muss man, sofern man nicht als wirtschaftliche Randnotiz enden will, andere Partnerschaften suchen. Warum nicht Südamerika? Wenn die Produkte von dort tatsächlich besser, günstiger und nachhaltiger erzeugt werden können, natürlich bei gleichen Bedingungen für Mensch und Tier und Umwelt), wenn sich sogar der weite Transport noch rechnet, dann haben die europäischen Erzeuger tatsächlich ein Problem - und zwar ihre Unrentabilität. Aber das ist bei Lebensmitteln eben nicht so! Das argentinische Steak ist weder qualitativ besser noch wird es innerhalb vergleichbarer Bedingungen erzeugt - einzig und alleine der Preis, zu dem es trotz Transportkosten angeboten werden kann, ist ein Argument. Und da liegt es jetzt beim Konsumenten zu entscheiden. Pfeift man auf Umweltschutz und Tierwohl, dann greift man zur gestopften Mastgans (netterweise immer "Gansl" genannt, weils einfach viel lieber klingt) und zum Fleisch aus Guatemala.

Da gibt es nichts schön zu reden: Konsumenten, die diese Produkte kaufen (aus welchen Gründen auch immer), pfeifen auf die Umwelt und auf Nachhaltigkeit oder sie können wirtschaftlich nicht anders.


Damit das Argument Leistbarkeit nicht mehr greift, muss die Politik Lösungen finden. Geringverdiener, Alleinerziehende, Mindest-Pensionisten möchte auch Fleisch essen - und auch Erdbeeren. Also muss man Wege anbieten, die das ermöglichen: Fleisch gibt es seltener, dafür aus Österreich und Erdbeeren gibt es dann, wenn es eben Erdbeeren gibt. Wer im Winter Sommerfrüchte konsumieren möchte, muss dafür tiefer in die Tasche greifen und wer das argentinische Rind dem heimischen Ochsen vorzieht, muss Extrakosten für Transport sowie einen Nachhaltigkeitsaufschlag mit einrechnen.

Bis zu einem gewissen Grad kann nahezu jeder Kunde sein Einkaufsverhalten anpassen - wenn er nur möchte. Alteingesessenes Konsumverhalten muss sich in Zeiten von Globalisierung und wachsender Erdbevölkerung anpassen.

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