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2023er Tour: Sardinien, Korsika und etwas UK

  • lawo66
  • 1. Juli 2023
  • 19 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Dez. 2023













Teil 1

Tag 1, 2, 3 - die Anreise


Morgen, Samstag, geht´s also los!

Wir beide sind vorbereitet. Alle vorhandenen Ketten wurden geschmiert und die Taschen sind gepackt. Was braucht man schon für ein paar Tage Moped fahren? Ein wenig Unterwäsche, ein paar T-Shirts und fertig. Vielleicht noch etwas Warmes für die kälteren Tage und natürlich die Badesachen (Handtücher für Spontanstopps nicht vergessen). Dann nur noch ein Paar bequeme Schuhe und etwas Nettes für den Abend, wir wollen ja nicht wie die Urmenschen auftreten. Ist doch wirklich nicht viel.

Ok, es folgen noch die Kulturbeutel sowie die notwendigen Dokumente und Medikamente. Sobald man noch die Motorradkleidung samt Regenschutz, Handschuhe (zwei Paar) und Sonnenbrillen samt Etui hat, hat man´s.

Ein paar Kleinigkeiten noch und das wars dann, jetzt haben wir wirklich alles. Alles, bis auf die dringend notwendigen Ladekabel fürs Navi, die Mobiltelefone, Helme und das Tablet. USB-Verteiler und Steckdosenadapter und, weil meine Frau nix sieht und ich schlecht höre, noch die Kontaktlinsenreinigungsvorrichtung und Ersatzlinsen, das Ladegerät für meine Hörgeräte und ein paar Filter. Kleinzeugs eben. Alles in allem also kaum der Rede wert.

Nachtrag: vergessen wurden Bücher für die Poolstunden und eine lange Hose (sie) sowie Rasierzeug (er) und Sonnencreme (beide).


Wie jedes Mal werden wir wieder zu viel dabei haben, dachten wir (wie jedes Mal), und wie jedes Mal musste ich mich ermahnen, schon vor dem Start an das Motto unserer Reisen (gleiten statt hetzen) zu denken. Es sollte wie immer ein Urlaub werden, kein Rennen und auch keine starre Punkteliste, die abgearbeitet werden muss. Der Weg ist das eigentliche Ziel, ich erwartete mir viele schöne neue Erkenntnisse, Aus- und Einblicke (und wir sollten nicht enttäuscht werden).

Aber es gab eben noch so viel zu tun! Wohin mit den Sonnenbrillen? Sind tatsächlich alle Ladekabel dabei? Wer füttert die Blumen und gießt die Katze falls die Nachbarn krank werden? HiFi-Anlage abstecken, Kühlschrank leeren, Teppiche beiseite geben und Katzenfutter horten - all das hat meine Frau im Griff und bereits erledigt. Die Nachbarn wissen Bescheid, Zeitung und Sonntagsfrühstück wurden abbestellt, der Geschirrspüler ist leer und beide Moped-Tanks sind voll. Der Automower wurde programmiert, ebenso die Sprinkleranlage für unsere gefährdeten Gartenteile. Indoor-Pflanzen werden durch Plastikflaschen mit Ventil versorgt.


Als Planer der Tour fühle ich mich auch ein wenig verantwortlich und natürlich bin ich an einem reibungslosen Ablauf interessiert - sobald wir aber losfahren, sind sowieso eher Spontanität und Flexibilität gefragt weil sich meine Umwelt erfahrungsgemäß nicht vollständig (eigentlich gar nicht) um meine Planung kümmert. Wetter und Baustellen sind völlig unbekannte Größen, aber auch Fragen zur ZTL in Florenz und dem Abendessen in Lanciole drängen sich auf. Verhungern wir bereits am ersten Abend der Reise? (Nicht ganz, aber wir waren knapp dran, wie sich noch zeigen wird.)


In dieser Prä-Start-Phase reicht es mir leider nicht, mich nur um meine Sachen bzw. die der Tour zu kümmern. Unnötigerweise mache ich mir auch noch um die Belange meiner Mitfahrer Gedanken. Hat jeder seine Versicherungskarte? Haben sie ihre Zweitschlüssel und meine Frau genügend warme Wäsche dabei? Nachdem die Beste aller Tiger Fahrerinnen auf ihre Alu-Koffer verzichtet und stattdessen mit leichtem Gepäck reisen möchte (Tasche auf dem Rücksitz) verteilt sich ihr restliches Zeug eher auf meinem Motorrad.

Andererseits bin ich schon sehr zufrieden mit den schmalen Bedürfnissen meiner besseren Hälfte. Wenn man sich im Netz ansieht, wie manche Kollegen auf Reisen gehen, versteht man schnell, warum der Zubehörhandel nach wie vor boomt. Turmhoch beladen macht man sich auf den Weg, ausgestattet mit Tankrucksäcken mit Innentaschen und Topcases mit eigenen Seitenkoffern - und das alles für drei wilde Tage am Gardasee. Der obligatorische Kommentar unter derart bebilderten Einträgen ("Ausflug oder Umzug?") wird meistens nicht verstanden und bleibt unbeantwortet.


Am Abend vor der Abfahrt reißt erstmal der Reißverschluss am Motorradstiefel meiner Frau. Eine Reparatur ist nicht möglich also bleibt nur ein Klettverschluss-Riemen als Notlösung.


Morgens um sieben sind wir bereit. Der Treffpunkt mit drei der anderen Mitfahrern ist etwa 45 Minuten entfernt und wir starten pünktlich. Nach nur fünf Minuten kommt der Anruf vom "Letzten der crew". Sein Motorrad startete nicht (am Vortag gings wohl noch), es kamen diverse Fehlermeldungen und hoffentlich auch gleich der ÖAMTC. Am Ende wars die Batterie bzw. deren zu niedriger Spannungspegel - der Austausch kostet uns drei Stunden. Nachdem der erste Tag der Tour als Anreisetag geplant war (und das größtenteils über die Autobahn), gabs auch nicht viele Möglichkeiten aufzuholen. In Bologna trafen wir unsere beiden Bayern und wir waren somit komplett - und noch immer drei Stunden zu spät dran.


Der erste Tag endete in Lanciole, einem 50 Seelen Nest in den Bergen, weit weg von allem und mit einer ersten geplanten, besonderen Unterkunft. Über whatsapp hatte die Vermieterin recht nett und bemüht gewirkt, sie reservierte sogar ein Abendessen für uns bei der örtlichen Köchin und noch 20km vor Erreichen des Dorfes meldete ich mich bei ihr und bestätigte die Verspätung, die ich bereits am Nachmittag mitgeteilt hatte. Kurz danach begann es zu regnen und wir alle freuten uns auf das Ede des ersten Tages. Um 20:30 trafen wir ein und mit Erstaunen las ich die letzte Meldung der Wirtin von 20 Uhr 10. Sie könne nicht länger warte, es täte ihr leid. Nachdem sie im Nachbarort wohnte, war sie jetzt zuhause und sah keine Möglichkeit, nochmals zu kommen um uns in die Zimmer zu lassen. In Italien sind wohl auch die Damen völlig irre, wenn der Abend des Championship Finales stattfindet.


Da standen wir nun, im wahrsten Sinne des Wortes - im Regen. Ohne Zimmer, ohne Essen. Mittlerweile war es 21:00, es wurde dunkel und wir brauchte eine Lösung. Ab in die nächste Stadt (25km nachts im Regen durch einen Wald bergab) und booking sei Dank fanden wir in weiteren 15km Entfernung ein Hotel mit freien Zimmern, fürs Essen wars allerdings zu spät. Um kurz nach Mitternacht waren wir schließlich in den Betten.


Trotz Frühstück hing uns der erste Tag am nächsten Morgen noch ein wenig nach. Wie kann es sein, dass ein Vermieter, der noch um 19:35 kontaktiert wird, eine halbe Stunde später einfach abfährt, obwohl er weiß wo wir sind (in Praccia), obwohl es reget, obwohl das Essen bestellt ist? Fragen über Fragen und das Ende dieses unglücklichen Kapitels ist auch noch nicht geschrieben, die Klärungsgespräche laufen noch.


Am Sonntag ging es über Florenz und durch die Toskana zum Fährhafen Civitavecchia. Glücklicherweise gilt sonntags das Fahrverbot für Privatfahrzeuge in der Florentier Innenstadt nicht aber das wussten anscheinend auch andere Besucher. Verkehr, Lärm, Stau, Hitze - alles, was man als Motorradfahrer gerne hat, gabs hier zugleich.

Im Zentrum war die Hölle los. Fünftausend Touristen, mindestens, kreisten um die Santa Maria del Fiore, wenigstes 50 Straßenverkäufer boten exklusive Mitbringsel an und alle wirkten gehetzt und in Zeitnot.

Der Letzte und die Schwedin verzichteten auf Kultur, wir anderen bestaunten Brunelleschis Meisterwerk. Das Parken für die Mopeds war gratis, die 0,33l-Getränke gab es um knappe fünf Euro. Naja, Florentiner Architektur sollte man mal gesehen haben.


Einer entspannten Fahrt durch die östliche Toskana folgte ein Abendessen am Meer (Porto Ecole), direkt am Hafen gabs italienische Spezialitäten und schön langsam wurde aus der Reise ein Urlaub.


Pünktlich wie geplant trafen wir am Terminal ein, die Fährpapiere wurden anerkannt und die Motorräder mit Aufklebern versehen und im Unterdeck fest verzurrt. Zwei luxuriöse 4er Kabinen warteten auf uns, es hätte locker jeweils eine weitere Person stehend darin Platz gefunden. Aber es war zweckmäßig und die Betten waren ok. Da Schiffe dieser Größe kaum durch Wellen beeinflusst werden (eher umgekehrt) und wir, nach dem wohlverdienten Feierabendbier (ein weiteres Schnäppchen) und dem Schlafdefizit der letzten Nacht nicht mehr so richtig fit waren, fanden wir stockgebettet Ruhe und Schlaf bis 5 Uhr 30 morgens. Dann wurden wir nämlich durch Lautsprecheransagen geweckt (in derselben Qualität, wie sie auch im Flugzeug und in Zügen abgespielt werden), in den man uns dreisprachig darüber informierte, mittlerweile Sardinien erreicht zu haben und wir deswegen aufzustehen haben um Platz für die Passagiere der Rückfahrt zu machen.

Trotz aller Enge ist eine Fahrt mit der Fähre aber doch sehr bequem und jedenfalls top organisiert. Auch die Aufgeregten, die alles und jeden blockieren weil sie unbedingt die ersten an Deck, die ersten beim Frühstück, die ersten beim off-boarding sein müssen, schaffen es nicht, die Crew in Verlegenheit oder aus der Ruhe zu bringen. Stoisch und trotzdem höflich erteilen sie Anweisungen, leiten den Verkehr beim Ein- und Ausparken und haben dabei auch noch Zeit, hübschen Passagierinnen nachzuschauen. Profis eben.


Der dritte Morgen begann mit Sonnenschein, Meerblick und einem Zweitfrühstück auf der Autobahn von Olbia in Richtung Süden. Das war so von mir nicht geplant - Autobahnen fahre wir schon zuhause nur im Notfall - mein Navi hatte den Adventure-Modus durch die kürzeste Zeit zum Ziel ersetzt und es dauerte eine Weile, ihm das wieder auszureden. Gegen 15:00 trafen wir in im Hotel in Arbatax ein, unsere Bleibe für die kommenden 4 Tage.







Teil 2 - Sardinien


Traumwetter, Bier am Pool, Sonnenuntergang am Strand, Pizza, Pasta & Gelati satt - so stellt man sich den Urlaub in Italien vor und genau so war es auch auf Sardinien.


Gut, am ersten Tag schüttete es wie aus Eimern, das 0,33l Bier am Pool kostete fast fünf Euronen und bei der Wahl der Restaurants griffen wir auch mal daneben (Motto: kleine Portionen, dafür aber noch teurer) - aber alles in allem war es schon toll.


Unser Hotel bot neben dem schönen Ambiente und dem Dachterrassenfrühstück auch noch Pool samt Bar und aufmerksame Angestellte, eine Mopedgarage sowie eine nahe Lage zum Meer und diversen Restaurants.

Aber wir waren ja nicht zum Wohnen auf die Insel gekommen - wir wollten Tourenfahren. Und da bot die Gegend einiges. Nach den ersten 5km weg von der Stadt und dem Lärm, den Autos und den vielen Menschen fanden wir uns regelmäßig auf top Bergstraßen mit atemberaubenden Aussichten wieder. Natur pur wohin man schaute und man traf tagsüber sicher mehr Kühe und Schafe als Menschen.

Wir hatten voll drei Tage zum Herumkurven geplant und dadurch auch die Möglichkeit, einen Pausentag einzulegen und am Strand oder Pool zu bleiben (was unsere Damen gerne ausnutzten). Die Jugendabteilung verstand unter "Pausentag" etwas anderes und buchte Tauchgänge. Ganz offensichtlich waren unsere Joungsters nicht ordentlich ausgelastet mit dem Moped fahren (oder sie hatten einfach mehr Energie wie wir).

Michi und Nicole, zusammen grad mal knapp über 50 (was jeder von uns anderen locker alleine schafft), teilten sich die Honda Africa Twin wobei Michi eher den steuernden Teil und Nicole eher die Kommunikation mit der Außenwelt übernahm . Alle Teilnehmer der Tour waren über Helm Funk verbunden (nur unsere Ausländer bildeten einen eigene Gruppe mit eigenem Kanal und etwa 50cm Reichweite) und modernste Mesh-Technologie ermöglichte somit wichtigste Gespräche vom Ersten bis nach hinten zum Letzten der Crew.

Die Einrichtung ist denkbar einfach und, einmal installiert, brauchts nur mehr einen Druck auf den Startknopf. Der Nachteil ist allerdings: man muss aktiv sprechen damit andere etwas hören können. Michis Zugang war da eher: wer schon hört, muss nix mehr sagen. Hoffentlich kann er sein Mikrofon anderweitig verwenden, im Helm selbst braucht er es nämlich nicht. Ganz anders seine Freundin. Der Anblick jeder Kuh und jeder Ziege wurde uns von Nicole frenetisch (und überraschend laut) mitgeteilt. Anweisungen, wie der Fahrer nun zu fahren habe um die besten Fotos zu machen, wurden erteilt und auf tierlosen Etappenabschnitten wurde mangels Attraktionen einfach zwischendurch amplitudenmaximiert geniest. Wenn man sich vom ersten Schock erholt hatte und sich noch auf der Fahrbahn befand, freute man sich sehr über ihre Freude und den Spaß, den sie empfand.

Michis Freude tobte eher innerlich. Abgeklärt und routiniert fuhr er die Strecken auch unter widrigen Umständen ohne Probleme. Egal ob Regen oder Hitze, Staub, Schotter oder Asphalt - ein verlässlicher Teilnehmer (meine Frau fühlte sich bestens aufgehoben zwischen meinem Rücklicht und seinem Vorderrad) um den man sich nicht sorgen musste. Ab und an reichte ein kleiner Tritt (bildlich gesprochen) damit man sah, ob er noch munter war und gut wars.

Die Fahrten (nicht nur auf Sardinien waren durchwegs abwechslungsreich geplant. Kleine, kurvige Bergstraßen durch winzige Dörfer mit noch winzigeren Cafes wechselten sich mit breit gebauten, top beschichteten Highways aus, kein Kurvenradius unter 200 Meter. Ein gutes Dutzend namenlose Pässe wurde bezwungen, wir fuhren durch wilde Felsformationen und blühende Kakteenlandschaften - jeder Tag hatte etwas besonderes. Als Binnenlandbewohner fanden wir (fand ich) die Fahrten an der Küste etwas attraktiver, aber auch die Touren durchs Gebirge und die Wälder, entlang an Flüssen und Seen waren sehr beeindruckend. Besonders positiv fiel uns auf, dass wir größtenteils alleine auf den Straßen waren. Ein paar abenteuerlich fahrende Einheimische in noch abenteuerlichen Gefährten kamen ab und zu entgegen, ein paar andere Motorradfahrer, die wir nur in den Pausen beim Cafe trafen - und sonst nur Natur und Tiere.


Der dritte sardische Tourtag sollte allerdings noch etwas besonderes für mich und Karli (den Letzten der Crew) bereithalten. Nachdem sich beim Frühstück und der dortigen Tagesbesprechung die Jugend in Richtung Tauchgang verabschiedet hatte, die beste Tigerin sich einen Pool-Tag gönnen wollte und die Bayern feuchte Wäsche hatten, blieben nur wir zum Fahren übrig. Wir sahen uns traurig an und wussten beide sofort: das wird ein geiler Tag! Schon 30 Minuten später gings los, die Tour war bereits geplant. Eine Fahrt durch die Berge - rund 240km sollten es werden. Helm auf, Kommunikation an, Navi an und Motorrad starten. Los gehts!


Bisher war ich mit (m)einem Navi immer sehr zufrieden gewesen, es bekam von mir stets genügend Strom und lieferte im Gegenzug verlässliche Informationen in mir unbekanntem Terrain. Nachdem ich meine Touren immer recht gewissenhaft vorbereite, gabs bezüglich des Straßenverlaufes auch selten unangenehme Überraschungen. Garmins Base Camp, Google Earth und das Betriebssystem des Navis waren eine abgestimmte Einheit, selbstverständlich immerfort upgedatet und mit gekauftem Kartenmaterial versehen. Einen kurzen Abstecher ins TomTom-Lager habe ich reumütig beendet und die Beziehung Lampl/Garmin schien im Lot. Das sollte sich mit diesem Tag ändern, unser Verhältnis sollte auf eine harte Probe gestellt werden.

In der Not der ersten Nacht (man erinnere sich: wir brauchten dringend ein Hotel) hatte ich die systeminternen Prioritäten der Routenberechnung auf Optimierung von Zeit und Weg gestellt. Ohne Vorwarnung und ohne Absprache mit Herrn Garmin. Ich weiß bis heute nicht wie, aber es schien, dass mein Navi ab diesem Zeitpunkt nur mehr sporadisch und höchst ungern mit mir zusammenarbeitete. Seit dieser Nacht wurden meine fertig geplanten und importierten Routen bei jedem Aufruf neu berechnet, manchmal mit Priorität Zeit, manchmal nach Adventure-Prämisse, manchmal einfach die kürzeste Route. Die von mir hinterlegten Wegpunkte wurden zwar angesteuert, aber selten auf der von mir geplanten Straße. Herr Garmin wurde richtiggehend aufmüpfig - und das auch während der Fahrt. Es hätte nie zur Eskalation bei mir im Cockpit kommen müssen, solche Unstimmigkeiten macht man sich nämlich abends bei einem Bier aus, mit Ruhe und gegenseitigem Verständnis - aber nein! Er wollte abbiegen, ich verweigerte und blieb auf der Hauptstraße, er wollte die Umfahrung nehmen, ich aber durch das Dorf fahren, er routete um und wollte sogar wenden und ich, ich bin schließlich auch nur ein Mensch, drehte ihm in einem kurzen Moment des Zorns den Saft ab.

Sofort war uns beiden klar: so konnte es nicht weitergehen! Energieentzug war keine Lösung. Keinesfalls trug meine rigorose Vorgehensweise zur Verbesserung unseres Verhältnisses bei. Herr Garmin bockte jetzt ganz offen und nur durch eine abendliche Ur-Löschung seines Speichers, dem Neuimport aller Routen und meinem Zugeständnis, seine Systemdateien in Ruhe zu lassen konnte Schlimmeres und das Stranden der ganzen Crew in den Bergen Sardiniens verhindert werden.

Ein anderes Problem war, dass das Kartenmaterial nicht recht zur Gegend passen wollte. Zwar waren alle Straßen vorhanden, das Meer war dort wo es zu sein hatte und auch Ortschaften und Tankstellen wurden richtig angezeigt. Was nicht passte, waren die Größen und Beschaffenheiten der Straßen. Abgesehen von Autobahnen/Schellstraßen gab es für alle Wege dasselbe Symbol - einen gelben Strich. Dabei konnte es sich um eine 6m breite, voll ausgebaute und asphaltierte 80km/h Straße handeln oder um einen mäßig attraktiven Feldweg mit mehr Schlaglöchern als Straße. Mehr als einmal endete die geplante Route im schweren Schotter oder an einem Gatter. Wir mussten wenden und nach Alternativen suchen, ohne funktionierendes (siehe oben) Navi eine ziemliche Herausforderung. An dieser Stelle ein Lob an die Crew: die Truppe ertrug meine "bitte wenden" Durchsagen mit großer Gelassenheit und ohne murren.


Aber heute, im Zweierteam, war das alles vergessen. Herr Garmin bekam ausreichend Strom und akzeptierte meine programmierte Route. Alles war gut und die ersten 100km waren genauso schön wie wir es uns vorgestellt hatten. Verlassene Steinhäuser am Straßenrand, malerisch gelegene Bergdörfer mit den besten Espressi der Insel, Straßen und Wetter vom Feinsten. Der gelbe Strich am Display des Navis versprach uns "Halbzeit" als wir eine Kleinigkeit aßen und kurz danach wurde es richtig verwegen auf der Straße. Die Asphaltbahn wurde gelegentlich durch festen Schotter unterbrochen, das gab dem Trip den touch des Warmduscher-Offroad-Fahrens - wir fühlten uns großartig.

Unsere beiden Triumph Tiger schnurrten. Elegant fuhren wir durch keine Bachläufe und immer mehr Schotter. Aber die Straße, eigentlich wars inzwischen mehr ein Weg, war breit genug und die Gegend war atemberaubend. Gegenverkehr gabs schon lange keinen mehr, so richtig breit war der Weg auch nicht mehr und inzwischen war auch der Asphaltanteil deutlich unter 10% gesunken. Doch der Blick aufs Navi beruhigte - die Route war noch immer gelb markiert und als Straße gekennzeichnet und es war auch keine Abzweigung verpasst worden. Wir fuhren, wie geplant, auf direktem Weg zurück nach Arbatax. Jetzt allerdings doch auch noch ziemlich steil nach unten.

Ich weiß nicht genau, wann unser Weg zum Hohlweg geworden war, aber jetzt war es jedenfalls so. Der moderate Schotter (Asphalt gabs schon lange nicht mehr) wurde jetzt durch große Brocken aufgelockert, eigentlich waren es mehr so kleine bis mittelgroße Felsen. Der steile, nach unten führende Hohlweg, lud nicht unbedingt zum Wenden ein, auch zum Anhalten bot er wenig Möglichkeiten. Wohl oder über ging die Fahrt weiter nach unten, über Stock und Stein, eigentlich nur über Stein und es wurde immer klarer, dass hier unsere Hardware an ihre Grenzen kommen würde (von uns Fahrern ganz zu schweigen).

Schließlich erreichten wir die Talsohle und waren felsenfest überzeugt, dass spätestens hier wieder eine Straße beginnen müsste. Sie musste nicht. Im Gegenteil. Ein romantischer Bach floss durch den felsigen Untergrund und musste gequert werden. Und zwar mit Schwung. Der Letzte wollte der Erste sein und fuhr los. Anlauf durch den Schotter, dann bravourös durchs Wasser und am Ende nochmals Schotter zu einer sicheren Parkposition. Die fand Karli auch und zwar in Form eines Felsens, den er unbeirrt und zielsicher ansteuerte. Dieser Parkplatz gefiel ihm so gut, dass er dort sein Moped auch gleich hinlegte.

Vermutlich hat er sich bei dieser Aktion ein paar Rippen angeknackst, den Brustmuskel verletzt und Blutergüsse der Oberklasse zugelegt - doch es musste weitergehen. Wir waren mitten im nirgendwo (Handyempfang gabs schon lange keinen mehr) und nur unser Heldenmut, gepaart mit Kampfgeist und dem perfekten Beherrschen der Mopeds im Gelände machte es möglich, dass diese Zeilen geschrieben werden und Karli inzwischen wieder zuhause im Liegestuhl liegt. Insgesamt waren es schätzungsweise 7 oder 8km für die wir zweieinhalb Stunden benötigten und, als Tipp für alle Nachahmer, ich weiß auch heute noch nicht, wo wir eigentlich den Fehler des Weiterfahrens gemacht hatten. Man kann nicht beim ersten Auftreten von Schotter umdrehen, man macht das auch nicht, nur weil mal Waser über die Piste läuft oder ein, zwei Brocken herumliegen ... aber irgendwo hätten wir umdrehen sollen, soviel steht fest.

Heroisch ertrug der Letzte seine Schmerzen, durch die Schmerzmittel war der Bierkonsum zwar etwas eingeschränkt aber dafür ergab der Arztbesuch am nächsten Tag glücklicherweise keine inneren Verletzungen oder ähnlich dramatisches. Vielmehr beendete die aufgesuchte Dottoressa Ihre Untersuchung mit "no big pain" und einem Lächeln.


Der letzte Tag beschere uns eine neue Unterkunft (die Fähre startete am darauffolgenden Tag um 10:00) und diese war das Agriturismo Vaddidulimu in Luogosanto. Und dieser Name ist Programm.


Eine einfache aber saubere Unterkunft, ein sehr bemühter Gastgeber und Platz ohne Ende. Rundherum Natur und viel Gegend. Ideal zum Ausspannen und runterkommen, insgesamt sehr empfehlenswert. Die nächste Ortschaft, samt Pizzeria und Dottoressa, befindet sich am gegenüberliegenden Berg und bietet alles, was man so braucht für einen Abend nach einem geilen Tour-Tag.

Leider gab die Elektronik der Tigerin meiner Frau teilweise den Geist auf und meldete den Ausfall von ABS und Traktionskontrolle, der Spritsensor und Reifendruck waren ebenfalls betroffen und sorgten für eine gewisse Angespanntheit bei der Fahrerin. Kurz danach begannen auch noch die Ausfälle des Motors bei voller Fahrt (Re-Start war möglich) was natürlich auch nicht zur Beruhigung beitrug und bis zur Ankunft in Graz, 12 Tage später, anhalten sollte. Die beste Tigerin musste sich arrangieren, aber sonderlich viel Freude hatte sie verständlicherweise nicht.

Meine bessere Hälfte ist ja lobenswerterweise sehr unkompliziert, was Streckenführung, eine pünktliche Verpflegung oder die Wetterbedingungen angeht, sie ist pflegeleicht und kann ihre Bedürfnisse auch mal ´runterschrauben, wenn es nicht anders geht. Andererseits ist sie ohne Hilfsmittel blind wie ein Maulwurf (besonders bei Dämmerung und Regen hat sie schwer zu kämpfen) und erreicht nur ohne Sitzheizung beidbeinig den Boden. Als einzige Fahrerin in der Truppe gebührt ihr ein besonderes Lob.


Die kurze Fahrt zur Fähre (40km) verlief wieder entlang der Küste und wieder zeigte sich die Insel von ihrer schönsten Seite. Sonne, Wasser, Kühe und Espressi - alles da und so stand dem ordnungsgemäßen Übersetzen von Santa Teresa Gallura nach Korsika (Bonifacio) nichts mehr im Weg. Dieses Mal dauerte die Seefahrt nur eine Stunde, wir standen an Deck und hatten eine herrliche Aussicht.





Teil 3 - Korsika


Korsika fing an wie Sardinien aufhörte: Sonne, Wärme, kristallklares Wasser und unverschämt hohe Preise an der Küste. Von Bonifacio gings nach Norden und nach Francardo (muss man nicht kennen). Dort bezogen wir Quartier für die kommenden 3 Tage im Ô fil de l'eau .

Und das war mal wirklich etwas Besonderes. Am Ortsrand gelegen und völlig unscheinbar bis man kurz davor steht, liegt die Anlage so mittig in der Anlage, dass es kaum mittiger geht. Ein Wohnhaus samt Garage wurde, wohl im Eigenbau, immer wieder um einzelne Zimmer, Holz- und Barhäuschen oder Wege (alles auf Holz-Pfählen) erweitert. Das Zentrum bildet dabei der Pool (nicht auf Pfählen montiert) und rund um diesen gibt es die großzügigen Zimmer, die Küche der Chefin, Frühstückstische und die Poolbar.













In der zweiten Reihe folgen ein überdachter Jacuzzi, das beste Baumhaus aller Zeiten, eine 2-Mann-Hüttenwohnung und diverse Garagen, holzbeplankte Sitzflächen mit Liegen und jede Menge überdachte Verbindungswege. Alle Zimmer haben Klimaanlage, Bad und TV - der Hüttencharakter täuscht hier etwas.

Die Anlage ist großzügig dimensioniert, Stell- und Parkflächen gibt es ausreichend und durch die maximale Belegschaft von 12 Gästen ist das Gedränge am Pool auch überschaubar. Herrin dieser Einrichtung ist Cathy, eine Selfmade-Macherin im besten Mittelalter. Egal, ob Frühstück, Abendessen oder Abrechnung - Cathy machte alles und war dabei auch noch sehr freundlich und sympathisch.


Auch für Korsika waren, neben der An- und Abreise zum Ô fil de l'eau, zwei Rundtouren geplant. Die erste wurde zur Männerrunde weil unsere Frauen am Pool bleiben wollten und aus der zweiten wurde ein Badetag - da kann man planen was man möchte, es kommt immer anders.

Die Männerausfahrt war, per Definition, sehr entspannt und schön, natürlich aber sehr langweilig, weil ja die besseren Hälften fehlten. Trotzdem schlugen wir uns irgendwie durch und genossen den Tag mit tollen Momenten an der Küste und dem Bezwingen einiger Pässe. Im Unterschied zu Sardinien wirkte diese Insel etwas grüner, die Berge waren eher bewachsen und die Wälder wirkten saftiger. Die Straßen waren genauso gut und genauso kurvig, der Belag größtenteils top und auch hier wirkten die Einheimischen sehr entspannt und gechillt.

Auch der Badetag (eine spontane Umplanung des Tour-Tages) war auch ein voller Erfolg. Ein schöner Strand, top Wetter & Wasser und: den ganzen Tag faulenzen.

Fahrerisch waren dazu kein Höchstleistung notwendig, Hin- und Rückfahrt waren in jeweils 70 Minuten erledigt. Abends noch Pizza & Bier (entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten ca. 8km vor dem Ende der Fahrt) und schon brach die letzte Nacht im Baumhaus bzw. am Pool an.

Die letzte Tour auf Korsika führte uns nach Norden. Nach einigen Pässen im Süd-Osten fuhren wir auf der grandiosen Küstenstraße bis Pino, querten die Halbinsel und trafen in Santa Severa auf die Ostküste der Insel. Bis zum Hafen in Bastia hatten wir Wind, den wir so noch nicht kannten. Das Meer war aufgepeitscht und toste (geschätzte Wellenhöher sicher an die 50cm !), keinerlei Tiere mehr auf den Straßen (alle verweht) und es hatte auf frostige 25 Grad abgekühlt.

Der Fähre selbst war das wurscht, das Einchecken lief problemlos wie immer. Wieder hatten wir zwei Viererkabinen und wieder war das Bier unverschämt teuer. Am nächsten Morgen hatten wir ab Savona wieder Festland unter den Reifen und nach vielen Tage einsamen Herumkurvens, nach 2000km Wald und Berg, Strand und Dorf hatten uns moderne Errungenschaften wie Stau, Lärm, Umleitungen und allerlei verrückte Verkehrsteilnehmer wieder eingeholt. Die Straße von Savona bis Genua - eine Strecke zum Abgewöhnen.




Teil 4 - Newchurch


Es begann mit 2 Fehleinschätzungen meinerseits.

420km waren geplant (davon 160 auf einer Autobahn zum durchqueren der Po-Ebene) und, nachdem wir gegen 07:00 die Fähre verlassen hatten, sollte es zeitlich (errechnete Fahrzeit 7 Stunden) trotz vieler eingeplanten Pausen kein Problem darstellen. Aber bereits der Plan, die Strecke zwischen Savona und Genua ohne Autobahn an der Küste zu fahren, scheiterte am enormen Berufsverkehr. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen ging es ab Genua doch wieder auf die Autobahn und schon standen wir im Stau, mitten auf der neu errichteten, weil 2018 eingestürzten, Brücke. Und wieder verloren wir Zeit. Es wurde immer wärmer, wir hatten noch kein Frühstück und der Sprit ging aus.

Eine ganz eigene Geschichte sind die Autobahn Auf- und Abfahrten bzw. das mittelalterliche Bezahlsystem dahinter. Bei jeder Einfahrt zieht man ein Ticket, auf dem Zeit und Ort vermerkt sind und bei Abfahren zeigt man dieses Ticket vor, das System erkennt die gefahrenen Kilometer und errechnet den Tarif. Man bezahlt bar oder mit Karte. Theoretisch. Bei schätzungsweise 10 Millionen Vorgängen täglich treten natürlich auch mal Fehler auf und mit vielen davon wurden an diesem Tag wir konfrontiert. Entweder war beim Einfahren kein Ticket da aber man musste ja irgendwie weiter, oder beim Bezahlen wurden Ticket oder Kreditkarte nicht erkannt, falsche Beträge angezeigt oder einfach Nichts - wir hatten tatsächlich keine einzige Fahrt, wo diesbezüglich alles funktionierte. Offensichtlich rechnet man auf offizieller Seite damit, dass durch Stress und Eile (besonders) die Ausländer eher bereit sind fünf oder zehn Euro mehr zu bezahlen um den Verkehr nicht zu behindern, man hat vor Ort auch keinen Gesprächspartner mehr sondern nur einen Lautsprecher, aus dem man auf italienisch angebrüllt wird und braucht schon einigen Humor um bei Temperaturen um die 35 Grad ruhig zu bleiben. Was für ein Unterschied zu den ruhigen Genussfahrten der letzten Tage!

Aber irgendwie schlugen wir uns bis Brescia durch und ab da wurde es dann auch besser. Weg von der Ebene, hinein in die Berge und Täler. Die Strecke nach Bormio, dem Etappenziel, war wieder mehr nach unserem Geschmack. Kurven, Tunnel, Kurven - ein versöhnlicher Abschluss. abends gab´s noch Jim Morrison Burger und Pink Floyd Schnitzel (oder war es andersrum?) für uns sowie eine Tiefgarage für unsere Mopeds.


Am nächsten Tag gings über Stilfserjoch, Jaufenpass und alten Brennerstraße zurück nach Österreich und der erste Kontakt mit der Heimat war eine neue Mautstation (seit Januar 2023, € 11.- je Motorrad) - so hatten wir uns die Rückkehr nicht vorgestellt. Über die Autobahn bis Jenbach, hinein ins Zillertal und nur noch über den Gerlos. Wir erreichten Newchurch wie geplant gegen 15:00 und waren wohl alle froh, nun ein paar Tage ohne Stiefel verbringen zu können.

Ein Quartierwechsel war von Nöten gewesen nachdem die langjährige Unterkunft wieder um €150.- je Zimmer erhöht hatte. Dieser Wechsel stellte sich als Glücksgriff heraus. Zentral gelegen, von einer netten Holländerin geführt und , lagen die Zimmerpreise in einem vernünftigen Rahmen. Fürs Willkommen-Bier wurde schnell gesorgt und wir tauchten ein ins gemütlichste Motorradtreffen das ich kenne.

Anders als üblich gibt´s in Newchurch weder tabledance noch Massenschlägereien, für Unterhaltung sorgen die 24 Minuten Rennen und diverse musikalische Darbietungen auf den beiden Bühnen. Branchenüblich ist allerdings auch hier das eher übersichtliche und sicher nicht als Dauerlösung geeignete Nahrungsmittel und Getränkeangebot. Es gibt Bier oder Wasser, Burger oder Pizza, Vanillekrapfen oder Eis.

Für den Club of Newchurch ist der ganze Ort Neukirchen in dieses Event mit eingebunden. Vom Trachtengeschäft bis zur Eisdiele, von der Tankstelle bis zum nicht besetzten Polizeiposten - alle feiern diese paar Tage mit verrückten Motorradfahrern und (natürlich) den Anbietern und Ausstattern der Szene.



Jedenfalls waren die letzten drei Tage geprägt vom Schauen, dem Herumschlendern, Staunen und Wundern über andere Verrückte, zwei atemberaubenden Hochgeschwindigkeitsrennen (inklusive einem bunten Rocket Man, einer rasenden Badewannen und der doppelten Live-Wieder-Auferstehung des Herrn Jesus in Kurve 1) sowie einigen netten Gesprächen und allgemeinem Relaxen. Der Bierkonsum der Tour wurde noch kräftig nachjustiert und in Jeans und Turnschuhen war das Leben auch nicht schlecht.


So war es auch für uns ein würdiger Abschluss dieser zwei Wochen voller Eindrücke und Erlebnisse. 4300km wurden in 81 Stunden Nettozeit zurückgelegt. Nicht alles verlief nach Plan, aber alle Widrigkeiten wurden gelöst. Bei sieben Leuten hat immer jemand eine Idee und unkompliziert wie wir alle sind, scheiterte es nie an Kompromissen.

Die Tagesetappen waren vielleicht um 1h Fahrzeit zu lange (im Mittel hatten wir etwa 6h/Tag im Sattel) aber, wie mir die Beste alle Tigerinnen vorrechnete, kamen wir auf weit mehr:


6h Fahrzeit (laut Navi)

+ 2h Pausen (Pipi+Kaffee+Essen+Tanken)

+ 1h Verzögerungen wegen Umleitungen, Kühen oder Schotterpisten

+ 2h Verlängerung weil man nicht immer 80km/h fahren kann obwohl man dürfte

= täglich 11h Brutto-Fahrzeit.


Die Variante, dass es Stützpunkte gibt und man daher nicht jeden Tag fahren muss, hat sich ebenso bewährt (und wurde auch genutzt) wie die Einführung einer Zentralbank, die für Ausgaben aller Art aufkam und so das Leben (zumindest für die 6 Nutznießer) sehr erleichterte. Die Auswahl der Unterkünfte und Fährverbindungen war soweit ok, Bade- und Tauchausflüge waren ebenso möglich gewesen wie Off-Road-Abenteuer oder Stau-Schau bei 35Grad. Alle Details findet man in den entsprechenden gpx, xls oder kml-Dateien.


2 Kommentare


Bernadette Rodens
Bernadette Rodens
22. Dez. 2023

Sehr launig geschrieben, vielen Dank! Das hat Spaß gemacht zu lesen.

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lawo66
22. Dez. 2023
Antwort an

Danke sehr ;-)

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